Sie liest sich wie das Who-is-Who der jüdischen Künste: Die Liste der insgesamt 25 Künstlerinnen, die vom 26.10. bis 19.11. in der Berliner Inselgalerie ihre Arbeit präsentieren, ist genauso exklusiv wie abwechslungsreich und vielversprechend. Von Comics bis Photographie, von abstrakter Kunst bis Skulptur – bei “Zerstreut in alle Welt” ist für jeden Geschmack etwas dabei. Denn die Künstlerinnen, die aus den USA, aus Israel, Frankreich und Deutschland nach Berlin gekommen sind, vertreten nicht ein Genre sondern eine Identität: Jüdisch und weiblich in der Welt.

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Mal ehrlich, wie viele jüdische Comic-Zeichnerinnen kennen Sie? Zugegeben, wir kannten auch nicht viele. Gerade deshalb ist die Ausstellung, “Graphic Confessions of Jewish Women”, die jetzt in New York der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, eine Geschichte wert. Nicht nur, weil es dort außergewöhnliche Kunst zu sehen gibt – sondern weil diese Kunst auch noch außergewöhnlich gut ist und einen einmaligen Einblick in das Innenleben jüdischer Frauen auf der anderen Seite des Atlantik bietet.

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Seit 25 Jahren gibt es sie mittlerweile: Die Jüdischen Kulturtage in Berlin, die uns daran erinnern sollen, welch “herausragenden Stellenwert jüdische Kultur in Berlin besitzt und besaß.” So schrieb es Bürgermeister Klaus Wowereit in seinem Grußwort. Auch dieses Jahr, vom 8.9. bis 18.9. bedeuten die Jüdischen Kulturtage 25 Festivals, die Kultur und Erinnerung zusammenbringen und einen positiven Ausblick in die Zukunft bereiten wollen. Das Jubiläumsjahr ist der deutsch-jüdischen Begegnung gewidmet aber auch der Begegnung von Religion und Kultur: Neben israelischen Künstlern wie Asher Reich wird es auch Veranstaltungen geben, bei denen sich interessierte Besucher über das Judentum informieren können.
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Am Samstag es wieder soweit: Die lange Nacht der Museen wird Hunderttausende in Berlins Museen ziehen, um die einmalige Kulturlandschaft der Hauptstadt in ungewohntem Flair zu genießen. Mit dabei sind auch in diesem Jahr wieder Künstler, Ausstellungen und Museen, die sich der Bewahrung des jüdischen Erbes verschrieben haben und die wir daher ganz besonders empfehlen möchten. Hier sind drei Highlights:
18.30 – 23.00: Individuelle Führungen durch die Dauerausstellung “Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte” im Jüdischen Museum, Lindenstraße 9-14. Die Dauerausstellung ist eine Entdeckungsreise in 14 Abschnitten quer durch die deutsch-jüdische Geschichte, beginnend mit den frühesten Zeugnissen über das Mittelalter bis in die Gegenwart.

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